TERESA WENHART
Dr. Teresa Wenhart ist Psychologin, Neurowissenschaftlerin und Musikerin und bewegt sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Ausgehend von ihrer eigenen musikalischen Erfahrung verbindet sie ein feines Gespür für künstlerische Prozesse mit einem vertieften Verständnis dafür, wie Wahrnehmung, Emotion und Denken im Musizieren zusammenwirken. Sie studierte Psychologie und Musikwissenschaft im Bachelor sowie Klinische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften mit Schwerpunkt Neuropsychologie im Master an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Promotion im Bereich der Neurowissenschaft der Musikwahrnehmung führte sie am Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in Kooperation mit der University of Cambridge durch. Ihre künstlerische Ausbildung wurde durch ein mehrjähriges Nachdiplomstudium in Violoncello Performance bei Prof. Orfeo Mandozzi an der Zürcher Hochschule der Künste sowie durch kammermusikalische Arbeit, Chorarbeit und Chorleitung und internationale Meisterkurse ergänzt. Parallel dazu ist sie als Cellistin in unterschiedlichen musikalischen Kontexten tätig – von klassischer Musik bis hin zu genreübergreifenden Projekten. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickelt Teresa Wenhart ihren Zugang zum Instrument und zur künstlerischen Arbeit kontinuierlich weiter.
Die Verbindung von neurowissenschaftlichen Erkenntnissen mit konkreten musikalischen Prozessen bildet einen wesentlichen Bezugspunkt ihrer Arbeit. Geprägt durch ihre Erfahrung in der neuropsychologischen Rehabilitation bringt sie ein differenziertes Verständnis für mentale Prozesse, Lernen, Wahrnehmung, kognitive Funktionen und individuelle Entwicklung mit. In der Arbeit mit Musiker:innen schafft sie Räume, in denen künstlerische Fragestellungen ebenso Platz haben wie persönliche Themen – etwa im Umgang mit Auftrittssituationen, Leistungsdruck oder künstlerischer Identität. Ihre fachliche Weiterbildung umfasst Vertiefungen in emotionaler Intelligenz, Projektmanagement, Leadership und eine Ausbildung zum schematherapeutischen Coach. Diese unterschiedlichen Perspektiven fließen in ihre Arbeit mit Musiker:innen ein und ermöglichen einen integrativen Zugang zu künstlerischen und persönlichen Entwicklungsprozessen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Anwendung schematherapeutischer Ansätze im Kontext von Musiker:innen, die sie selbst als erste gezielt auf Musiker:innen überträgt und diese sowohl in der praktischen Arbeit mit Musiker:innen anwendet als auch wissenschaftlich untersucht. Neben ihrer Tätigkeit in Forschung und Lehre ist Teresa Wenhart auch in der industriellen Forschung und Entwicklung im Bereich Hörlösungen und Gehörschutz für Musiker:innen aktiv. In diesem Kontext leitete sie unter anderem die Erprobung eines Prototyp in Zusammenarbeit mit dem Tonhalle-Orchester Zürich.